das glashaus / 4. teil

Erinnere dich an die schönen Dinge im Leben, wenn du traurig bist, hab ich mal jemandem gesagt, der in seinem Herzen soviel Trauer trug, dass ich Angst hatte er würde sich was antun. Erinnere dich. Er hatte sich erinnert und es ging ihm besser. Er hörte auf das was ich sagte, er glaubte daran, er glaubte dass nach jedem Tief ein Hoch folgt und das es immer nur besser werden kann. Er glaubte daran, ich aber, der es sagte, glaubte nicht daran. Andern die Leiter zu borgen, damit sie aus dem Tief steigen, darin bin ich gut. Wenn ich selber in einem Tief stecke, dann würde ich am liebsten für immer darin verschwinden und mein Herz mit Dunkelheit und Trauer füllen. Ich glaubte oft nicht an das was ich sagte, ich zweifelte an mir selbst, obwohl es viele gab, die mir vertrauten.
Ich sass also dann im diesem Café, trank ein Wasser und rauchte genüsslich eine Zigarette, ein Laster dass ich mir vor ein paar Jahren zugelegt hatte, weil ich fest daran glaubte, dass sich der Stress so auflöste, weit gefehlt, aber es beruhigt nun den Körper und lässt meine Gedanken ein bisschen Frei sein. So sass ich da eine Weile lang. Die Kellnerin, Bianca, sass in einer ruhigen Minute zu mir und hörte meinem Gespräch zu, ich erzählte ihr von diesem kleinen Jungen, wie er mich beeindruckte, ich erzählte ihr, dass sich die Welt zwar sehr stark veränderte, die meisten Dinge aber gleich blieben. Sie hörte interessiert zu, so wie sie es immer tat, jedoch wusste ich, dass sie das nur tat um mir einen gefallen zu tun, denn wirkliches Interesse hatte sie nicht. Sie war mal meine grosse Liebe, ich liebte sie wirklich, obwohl ich ihr das nie sagte und das war ein Fehler, denn eines morgens, verliess ich sie ohne wirklich Abschied zu nehmen. Ich liess sie alleine, alleine in dieser Welt. Erst ein paar Jahre später bereute ich es, doch es war zu spät. Wahrscheinlich war das der Grund, warum sie mir nicht wirklich zuhörte, ich hatte sie enttäuscht und sie hat es nicht geschafft darüber weg zu kommen. Einerseits hasste sie mich, anderseits liebte sie mich. Aber es war besser so, denn jeder hat eine Zukunft und für sie war es besser ohne mich, denn ich war schon sehr auf mich fixiert und ich konnte ihr nie zeigen, dass ich sie wirklich liebte, da es der Stolz des Mannes verletzen könnte. Ich hatte halt so meine Ansichten vom Leben und ich wollte meinen ganzen Charakter, denn ich so aufbaute nicht selber zerstören.

fortsetzung folgt