{"id":167,"date":"2006-09-23T20:17:35","date_gmt":"2006-09-23T19:17:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.websyte.ch\/wordpress\/?p=167"},"modified":"2006-09-23T20:18:08","modified_gmt":"2006-09-23T19:18:08","slug":"das-glashaus-6-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.websyte.ch\/wordpress\/archive\/167","title":{"rendered":"das glashaus\/ 6. teil"},"content":{"rendered":"<p>So schlenderte ich weiter durch die Innenstadt, nicht mehr auf der Suche nach etwas zu Essen, daf\u00fcr mit wirklich weit ge\u00f6ffneten Augen und einem offenen Herz um die Eindr\u00fccke der scheinbar ver\u00e4nderten Welt wahrzunehmen. So setzte ich mich ein Weilchen sp\u00e4ter auf eine Parkbank und sah dem bunten treiben der Sch\u00fcler zu, die gerade Pause hatten. Einige spielten Ball, andere malten mit Kreide irgendwelche Bilder, Figuren und Texte auf die Strasse, wieder andere rauchen oder assen ihr Pausenbrot. Die Luft schien sehr Frisch, so wie an einem heissen Sommertag, wenn es pl\u00f6tzlich anfing zu regnen und es die ganze Hitze irgendwie zu Boden gedr\u00fcckt wurde. Man roch die Blumen, man sah die vielen bunten Farben, die die Mutter Natur gebraucht hatte um allen seine eigene Farbe zu geben. Nichts war gleich, obwohl die Rosen, Rosen heissen, ist doch keine gleich wie die andere. Alles ist einzigartig, seien es jetzt Blumen, B\u00e4ume, Wolken, Sterne, oder die Menschen. Alles hat seinen eigenen Charakter. Alles hat seine eigene Pers\u00f6nlichkeit und seinen eigenen Rhythmus.<br \/>\nSo sass ich auf dieser Parkbank, sie war blau angestrichen, und beobachtete die Menschen, die Natur, alles war so einzigartig und berauschend. Die vielen Farben und D\u00fcfte. Es lief mir kalt denn R\u00fccken hinunter, ich liebte dieses beobachten, ich liebte und hasste es, denn wenn man Zeit hat, das zu studieren, dann hat man auch immer wieder Zeit, \u00fcber sein eigenes Leben Gedanken zu machen und ich erinnerte mich an einen Urlaub, indem ich einen wirklich besonderen Menschen kennengelernt hatte. Ich erinnerte mich daran, dass es auch wie bei Bianca einen solchen, unehrenvollen Abschluss gab. Auch ich war Schuld daran. Es bedr\u00fcckte mich, doch dann dachte ich an die sch\u00f6nen Momente, die ich damals hatte. So erinnerte ich mich daran, dass ich damals mit ihr auf einem H\u00fcgel sass, hinter uns eine m\u00e4chtige Kirche aus weissem Stein, vor uns eine Grossstadt, es war abend, die Lichter der Stadt leuchteten in den verschiedensten Farben, es war beeindruckend. Ein L\u00e4cheln ver\u00e4nderte mein Gesicht. Als ich damals zum Himmel schaute, leuchteten die Sterne, tausende m\u00fcssen es gewesen sein, denn ich hatte keine Zeit sie zu z\u00e4hlen. Ich w\u00fcnschte mir damals, dass dieser Moment nie enden w\u00fcrde und ich hielt sie so fest. Jedoch auch das war ein Irrtum. Ich verlor sie und somit die vielen sch\u00f6nen Erinnerungen, denn wenn ich sie verlor, dann mit allen Erinnerungen und ich habe alles was mit ihr in Verbindung gebracht werden konnte weggegeben, ich hatte alles weggegeben. Ich wollte nie mehr daran erinnert werden, denn sie hat mir wirklich weh getan. Ich wollte es ihr irgendwann mal sagen, was sie mir angetan hatte, aber ich konnte es nie, denn ich wollte ihr so gut wie m\u00f6glich aus dem Weg gehen, so dass sich unsere Wege nie mehr kreuzen. Eine Tr\u00e4ne floss \u00fcber meine Wange und ich zweifelte daran, dass es die richtige Entscheidung war, aber in diesem Moment, war es das Beste. Sie hatte einen Entschluss gefasst und ich einen anderen. Es war nie ihr Fehler, sondern ich war der Fehler. Ich hatte auch ihr nie gezeigt, dass ich sie wirklich liebe, denn sonst h\u00e4tte ich sie respektiert und alles f\u00fcr sie getan, aber jeder will auch sein eigenes Leben, denn Aufopferung nur um es jemandem richtig zu machen, dass geh\u00f6rt nicht zu meinem Leben. Ich will Leben, Freiheit und keine Ketten.<br \/>\nAlso sass ich da noch eine Weile und beobachtete das Treiben. Ich erkannt mich in einem der Sch\u00fcler, der da stand, ich dachte zumindest, dass ich mich in ihm erkannte. Vielleicht ein Irrtum, vielleicht auch nicht.<\/p>\n<p>fortsetzung folgt\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So schlenderte ich weiter durch die Innenstadt, nicht mehr auf der Suche nach etwas zu Essen, daf\u00fcr mit wirklich weit ge\u00f6ffneten Augen und einem offenen Herz um die Eindr\u00fccke der scheinbar ver\u00e4nderten Welt wahrzunehmen. 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